Ich denke, ich versinke

Kennt ihr das Lied „A little to much“ von Shawn Mendes? Es gefällt mir. Irgendwie spiegelt es meine jetzige Situation wieder. Nachdem ich gestern meiner Mom eine gute Nacht gewünscht hatte, entdeckte ich auf Spotify eine Playlist namens „life sucks“. Ich hasse es eigentlich mich selbst zu bemitleiden aber gestern habe ich es mir erlaubt und es tat unendlich gut. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich realisiert habe, wie einsam ich bin. Und zwar sehr. Ich habe bestimmt zwei Stunden nur geweint. Ich weis nicht weiter, ich weis nicht wie ich das regeln soll, Freunde zu finden, mich selbst zu finden und dennoch fröhlich zu sein. Ich habe mich gefragt, wie es dazu kommen konnte, dass ich niemanden mehr habe? Klar, ich hätte C. Schreiben können, aber die war gerade dabei sich in einer Bar mit ihren Freundinnen volllauen zu lassen. Habe ich schon erwähnt, dass sie mir letztes Wochenende abgesagt hat, weil sie angeblich kein Geld zum feiern hat? Also konnte ich mich ihr nicht anvertrauen. Und bitte, lacht mich jetzt nicht aus… Ich habe in meinem Bett gelegen und bitterlich geweint,ich war doch erstaunt, wie doll das alles in meiner Herzregion weh tat. Es lässt mich immer wieder erstaunen wie sehr Psyche und Körper zusammenhängen. Jedenfalls, lag ich da und nahm mein altes Plüschtier, ein blauer Dino der mich früher immer begleitet hat und auch auf jeden Foto von mir zu sehen ist. Ich habe ihn einfach umarmt und es hat so verdammt gut getan. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben was das für ein Gefühl war, ich weis nur, dass ich mir gewünscht habe, das alles wieder gut wird. Und denkt nicht, dass ich dann nicht mehr geweint habe, ooh nein, ich habe sogar noch mehr geweint, auch immer wenn ich meinen Dino angeschaut habe. Immer wieder die Frage „Wie konnte es soweit kommen?“. Naja und dann habe ich nach Auswegen gesucht. Ich habe diese traurige Musik abgestellt und mich gefragt, wie kann ich endlich anfangen, einen Anfang zu wagen? Ich glaube, im Moment kann ich dafür nur jede noch so kleine Chance nehmen.

Heute habe ich noch mal mit meiner Mom geredet, sie muss sich furchtbar fühlen wegen mir. Ich hoffe nur sie glaubt mir die Geschichte, dass ich wohl im Schlaf geweint haben muss und deswegen meine Augen angeschwollen waren. Wenn ich von tiefstem Herzen weine, dann schwellen meine Augen sehr doll an und das sieht man meistens noch einen ganzen Tag, und dazu kommt noch, das meine Haut durch die Tränen sehr rot wird.Bin wohl allergisch dagegen.

Sie fragte mich, ob ich mich nicht mit L. Treffen könnte. L. Ist ein Mädchen, dass mal in meiner Klasse war und mit der ich mich letztes Wochenende für ein paar Stunden getroffen habe. Wir verstehen uns auch gut aber ich möchte mich nicht aufdrängen. Klar ich werde demnächst mal fragen ob wie uns wieder treffen wollen aber mich selbst einladen wenn sie mal was trinken geht? Ich möchte mich nicht aufdrängen und schon gar nicht, wenn sie mit ihren Freunden weggeht. Manchmal denke ich auch, dass ich die Leute um mich herum langweile. Deshalb versuche ich auch wenig über meinen Ex zu sprechen, aber nachdem er mich per Handy zu gespamt hat und auch C. Geschrieben hat, er wird mir nur eine Woche noch ruhe gönnen, wollte ich schon mal mit jemanden darüber reden der nicht C. Ist. Sie ist nämlich mit ihm sehr gut befreundet. Ich schätze ich probiere es demnächst mal und frage einfach mal nach. AM liebsten würde ich natürlich zu L. Gehen und sie um Hilfe bitten, dass sie mir hilft aus dieser Einsamkeit raus zu kommen. Aber ich kann von einem anderen Menschen doch nicht so viel erwarten oder? Ich möchte niemanden belasten und in eine unangenehme Situation bringen.

Ich bleibe in Hoffnung, dass ich irgendwann jemanden von all dem erzählen kann und mich einfach umarmt und sagt, dass er mir hilft. Klingt wie aus einem schwulen romantisch Film. Ich denke nur leider schon seit langem, dass mein Leben aus zu vielen schlecht gemachten Filmen gemacht wurde und dadurch hoffe ich auch auf ein gutes Ende. Wie sang Casper ? „Man sagt am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, kann es auch nicht das Ende sein.“ Dieser Satz ist mir jetzt seit Jahren im Kopf und ich glaube immer noch daran, auch wenn im Moment wirklich nichts gut scheint.

Ich gehe jetzt schlafen und hoffe mal wieder etwas gutes zu träumen. Letzte Nacht habe ich geträumt, dass ich mit meinem Ex geschlafen habe, aber rein gar nichts für ihn empfunden habe. Ich habe mich sogar dafür geschämt.

Ich könnte einen schönen Traum gebrauchen… Gute Nacht

Ein Gedanke zu „Ich denke, ich versinke

  1. Nicki

    Hi. Ich habe eben Deinen Eintrag gelesen. Ich finde dich sehr interessant. Vielleicht hast du ja Lust mir mal zu schreiben. Dann können wir uns weiter austauschen. Würde mich freuen.

    Antworten

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